Jugendschutz: auch Sache des Umfeldes

Beim Thema Jugendschutz ist auch das Umfeld von Kindern und Jugendlichen besonders gefordert. Oft geschieht der erste Kontakt zum Glücksspiel über Verwandte, Bekannte oder Freunde. Sehr häufig sind es Familienmitglieder, die Jugendliche ins Glücksspiel einführen, wie aktuelle Studien belegen.

Da Minderjährigen oft die Risikokompetenz und Erfahrung im Umgang mit Geld fehlt, ist das Verhalten von Freunden, Verwandten und Bekannten als Vorbilder besonders wichtig. Die wichtigste Rolle kommt jedoch den Eltern als Vorbilder zu:

  • Minderjährige sollten daher nie zum Geldgewinnspiel motiviert oder in eine Spielstätte mitgenommen werden.
  • Kinder und Jugendliche sollten von ihren Eltern darauf hingewiesen werden, dass ihnen per Jugendschutzgesetz das Spielen an Geldgewinnspielgeräten in der Gastronomie oder in anderen Spielstätten nicht erlaubt ist.
  • Da Kinder und Jugendliche heutzutage leichten Zugang zum Internet haben, birgt insbesondere das illegale Online-Glücksspiel eine große Gefahr. Eltern sollten daher ganz besonders ein Auge darauf haben, welche Seiten ihre Kinder im Internet besuchen und darauf achten, dass Daten für Online-Zahlungssysteme (wie z. B. Kreditkartennummern, Kontonummern etc.) für Kinder und Jugendliche zu Hause nicht offen zugänglich sind.
  • Eltern sollten sich auch dafür interessieren, mit wem die Kinder ihre Freizeit verbringen und offen ansprechen, wenn sie den Verdacht haben, dass die Clique am Glücksspiel teilnimmt.