Wenn das Spielen zum Problem wird

Viele Menschen können ohne weiteres am Automaten spielen oder sich mit anderen Glücksspielen beschäftigen, ohne dass das für sie ein Problem ist! 

Bei manchen Menschen aber entwickelt sich das anders. Erst läuft alles noch normal und kontrolliert ab. Irgendwann aber kommt ein Punkt, da geht diese Kontrolle komplett verloren. Aus dem gelegentlichen Spielen am Geldgewinnspiel-Gerät wird ein Zwang, immer weiter spielen zu müssen, obwohl man bereits negative Konsequenzen im Alltag erlebt. Dann spricht man von Glücksspielsucht.

Die Gründe für die Glücksspielsucht sind vielfältig. Sie können in den Lebensumständen oder in der Person selbst liegen. So können z. B. berufliche Überforderung oder Unzufriedenheit, Probleme in Partnerschaft und Familie oder fehlende sinnvolle Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten ein riskantes Spielverhalten begünstigen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Männer übrigens deutlich häufiger von Glücksspielsucht betroffen als Frauen.

Man kann Glücksspielsucht an vier Hauptmerkmalen festmachen, die meist alle zusammen auftreten:

1. Trotz großer finanzieller Verluste spielt man immer weiter und man kann nicht aufhören, auch wenn man es versucht.

2. Man hat das Verlangen, immer wieder zu spielen und man denkt häufig ans Spielen.

3. Die Kontrolle darüber, ob man spielt oder nicht, geht verloren.

4. Alles konzentriert sich auf den Gegenstand der Sucht, in diesem Fall das Spielen, alles andere tritt in den Hintergrund.