Erste Schritte heraus

Wenn Du beim Selbsttest eine oder mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, solltest Du bewusst gegensteuern. Das gelingt manchmal besser, wenn man Freunde und Familie einbezieht. Hier sind einige Tipps, was Du sofort tun kannst, um weiteres riskantes Spielverhalten zu vermeiden:

  • Versuche allen Formen des Glücksspiels aus dem Weg zu gehen. Das gilt auch für Glücksspiele im Internet.
  • Wenn Du Probleme am Arbeitsplatz oder in der Schule hast, ist das keine gute Gelegenheit, um in die Spielhalle zu fliehen, denn dort wartet keine Hilfe, sondern nur Ablenkung! Versuche besser, mit Kollegen, Freunden oder Familie über Deine Probleme zu sprechen und andere Lösungen zu finden, als ins Spiel zu flüchten.
  • Nimm grundsätzlich eher wenig Bargeld mit oder nur so viel, wie Du z.B. für notwendige Einkäufe oder Fahrkarten brauchst.
  • Wenn Du Angst hast, die Kontrolle über Deine finanziellen Angelegenheiten zu verlieren, ziehe eine vertraute Person hinzu, die für Dich die EC-Karte verwahrt und Dir hilft, Dein Geld einzuteilen.
  • Suche Dir ein neues Hobby oder erinnere Dich daran, was Du früher gerne gemacht hast, als Du noch nicht so viel Zeit mit Spielen verbracht hast. Vielleicht gibt es z.B. die Fußball-Clique noch...
  • Nutze die Möglichkeit, Dich in Deiner Stammspielhalle sperren zu lassen, wenn Du keinen anderen Ausweg siehst. Dort hat man Verständnis für Deine Situation und wird Deinem Wunsch nachkommen.
  • Weichst Du dann nach geraumer Zeit in eine andere Spielstätte aus, lass Dich auch dort sperren und rede mit Freunden und Familie darüber. (Aktuell gibt es Planungen für eine personengebundene Spielerkarte, die zukünftig helfen soll, sich für jegliche Art von legalem Glücksspiel in Deutschland sperren zu lassen.)
  • Beobachte Dein Verhalten und gestehe Dir ein, wenn Du Gewissensbisse hast. Du bekommst professionelle Hilfe in allen Suchtberatungsstellen. Dort wird auch Beratung für Angehörige angeboten. Die Beratung ist kostenfrei und kann auch anonym erfolgen.
  • Wenn Du bereits finanzielle Schwierigkeiten hast, suche eine Schuldnerberatung auf. Diese findest Du zum Beispiel bei Sozialämtern, bei gemeinnützigen Institutionen wie der Caritas, dem Roten Kreuz oder ähnlichen Institutionen oder bei Verbraucherzentralen.