Zahlen

In aktuellen Studien (BZgA 2012 und Meyer et al. 2011) wurden Kennzahlen für die Häufigkeit von Spielsucht und problematischem Spielverhalten, so genannte Prävalenzen, erforscht. Da nicht die gesamte Bevölkerung befragt oder analysiert werden kann, wird die Häufigkeit anhand von repräsentativen Befragungen zum Spielverhalten der letzten 12 Monate und zu einzelnen Suchtkriterien hochgerechnet.

  • Je nach Befragungsmethode werden Werte zwischen 0,35% (Meyer et al. 2011) und 0,51 % (BZgA 2012) der Bevölkerung für die Prävalenz der Spielsucht angegeben. Dies entspricht einer Zahl von 172.000 bis 264.000 pathologischen (suchtkranken) Spielern für alle Formen des Glücksspiels in Deutschland.
  • Die Prävalenzkennzahl (hochgerechnete Häufigkeit) für problematisches Spielverhalten lag in beiden Studien etwas niedriger mit 0,31% (Meyer et al. 2011) und 0,49 % (BZgA 2012) der Bevölkerung. Problematisches Spielverhalten ist im Vergleich zum pathologischen Spielen durch das Vorliegen von weniger Suchtkriterien gekennzeichnet.

Im internationalen Vergleich sind diese Zahlen eher niedrig anzusehen: „Auf europäischer Ebene liegen die Prävalenzraten für ein problematisches Spielverhalten bei 0,3% bis 2,1%. An der Spitze befindet sich Finnland; das geringste Problemausmaß zeigt sich in Deutschland, Großbritannien und Dänemark.“ (Meyer, Hayer 2010)